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Dalai Lama in Wien: Tibetische Kultur schützen
Solidaritätskundgebung für Tibet auf dem Heldenplatz

Außenministerium nach China-Kritik "gelassen"


In einer schriftlichen Stellungnahme des chinesischen Außenministeriums wurden die Treffen "als schwere Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas" bezeichnet.

Durch die Vorgangsweise würden die "Gefühle des chinesischen Volkes verletzt", hieß es in einer Aussendung, zudem würde "den Kräften der Unabhängigkeit von Tibet" ein falsches Signal gegeben. Weiters hieß es in dem Schreiben: "Die Angelegenheit von Tibet stellt eine reine innere Angelegenheit Chinas dar." Der Dalai Lama sei ein Politiker im Exil, "der seit langer Zeit unter dem Deckmantel der Religion antichinesische und separatistische Aktivitäten betreibt."

Die Chinesen sind also verletzt. Ihre Gefühle gestört. Durch unlautere, böse Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas. China definiert als innere Angelegenheit alles, was mit China zu tun hat, auch wenn es im nicht besetzten, noch nicht kontrolliertem Ausland sich ereignet. China diktiert. Was, wenn die wirtschaftliche Stärke Chinas und die entsprechende Schwäche der EU den Chinesen noch mehr Diktatmacht gibt? Dann wird der Rahmen der Einmischungszone noch strikter. Enweder gehorchen - oder Sanktionen. China ist kein Partner im üblichen Sinn, sondern eine bestimmende Macht, die, wenn sie noch stärker geworden sein wird, ihr brutales Gesicht offener zeigen wird. 
Lösung? Demokratie in China, Abbau der chinesischen Diktatur, Akzeptanz der Menschenrechte bzw. freien Verkehrs ohne (geistige) chinesische Mauern. 

Kanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger trafen mit dem Dalai Lama zusammen. Nicht offiziell an ihren Amtssitzen, aber immerhin. China reagiert empört. 

Bundespräsident Fischer empfing nicht. 


"Ich habe nie gesagt, dass ich keinen Termin frei habe. Das ist frei erfunden. Es handelt sich um Grundsatzfragen: Österreich als souveräner Staat kann sich von niemandem vorschreiben lassen und lässt sich auch nicht vorschreiben, wer unser Land besuchen darf und hier empfangen wird und wer nicht. Umgekehrt lasse ich mir nicht vorschreiben, dass ich jemand Bestimmten zu empfangen habe, sondern ich entscheide das in eigener Verantwortung und im Interesse unseres Landes. Die österreichische Position, die von der Regierung ebenso vertreten wird wie von mir, lautet: Auch der Dalai Lama wird in Österreich als Religionsführer gastfreundlich empfangen, aber an der Ein-China-Politik wird auf österreichischer Seite nicht das Geringste geändert."

Der österreichische Bundespräsident Dr. Ernst Fischer beweist österreichische Qualitäten. Wir halten an der Ein-China-Politik fest, betont er, bestimmen selbst, wen wir empfangen, und gehorcht gleichzeitig dem Druck, den Dalai Lama NICHT zu empfangen, auch nicht als Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft. Der HBP stellt damit eine windige, feige Haltung zur Schau, die er mühsam kaschiert. Peinlich. Was hätte ein Karl Kraus dazu geschrieben? Mann kann es in der Fackel nachlesen. 

 

 

Dalai Lama Vienna Heldenplatz 26.05.2012 Part 1



Dalai Lama Vienna Heldenplatz 26.05.2012 Part 2



dalai lama in vienna 26.5.2012



Dalai Lama at the Solidarity Rally in Vienna for a Free Tibet Part 1/3



Dalai Lama at the Solidarity Rally in Vienna for a Free Tibet Part 2/3



Dalai Lama at the Solidarity Rally in Vienna for a Free Tibet Part 3/3

 

 

 


 
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